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Wärmenetz Saas-Fee
enalpin weiht das neue Hochtemperaturnetz in Saas-Fee ein

Sonnenschein, Neugier und Pioniergeist prägten die Einweihung des neuen Hochtemperaturnetzes in Saas‑Fee. Gemeinsam mit der Gemeinde Saas-Fee, Projektpartnerinnen und -partnern sowie Gästen aus Politik und der Region eröffnete enalpin am 15. April die Holzschnitzelverbrennungsanlage, das Herzstück des neuen Hochtemperaturnetzes. Bei der Führung durch die Anlage erhielten die Gäste direkte Einblicke in die Funktionsweise und die Technik. Es wurde sichtbar, wie eine nachhaltige Energieversorgung im Bergdorf bereits heute Realität ist.


Mit dem neuen Hochtemperaturnetz stärkt enalpin die erneuerbare Wärmeversorgung von Saas‑Fee und setzt ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung im Gletscherdorf.


Von der Vision zur leistungsstarken Wärmeversorgung

Der Grundstein für die heutige Wärmeversorgung wurde bereits 2015 gelegt. Damals nahm enalpin in Saas-Fee ein Tieftemperatur-Wärmenetz mit rund 200 Erdsonden in Betrieb. Dieses System nutzt die konstante Wärme aus dem Boden und eignet sich besonders für gut gedämmte Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf – ein damals wegweisender Schritt für nachhaltiges Bauen im Berggebiet.


Mit der steigenden Nachfrage nach erneuerbarer Wärme, insbesondere bei Hotels, öffentlichen Gebäuden und Gewerbebetrieben, stiess dieses Netz jedoch an seine Kapazitätsgrenzen. Zusammen mit der Gemeinde Saas-Fee begann enalpin deshalb vor rund drei Jahren ein ergänzendes Hochtemperaturnetz zu planen.


Heute liefert dieses eine viermal höhere Heizleistung als das bestehende System. Gegenüber einer herkömmlichen Ölheizung lassen sich damit bis zu 95 Prozent CO₂ einsparen. Im Vollausbau deckt das Gesamtsystem rund 40 Prozent des Wärmebedarfs der Grossverbraucher wie Hotels, öffentliche Einrichtungen und Gewerbebauten in Saas‑Fee.

«Immer mehr Menschen möchten auf nachhaltige Wärme umsteigen. Uns war es wichtig, dass wir eine effiziente Lösung für viele finden und nicht jede und jeder nach einer eigenen Lösung suchen muss. Mit dem Wärmenetz haben wir dieses Ziel erreicht.»


Gesamtprojektleiter Energielösungen und -konzepte

David Gruber


Ein Gebäude, das sich in die Landschaft einfügt

Seit der Inbetriebnahme im vergangenen Herbst fliesst zuverlässig Wärme aus dem Netz zu den angeschlossenen Gebäuden. Das Herzstück ist eine moderne Holzschnitzelanlage am Dorfeingang, die sich harmonisch in die Berglandschaft einfügt.


Die Fassade aus regionalem Lärchenholz ist auf der Ost-, West- und Südseite mit 214 PV-Modulen verkleidet. Auf dem Dach ergänzen weitere 69 vertikal montierte bifaziale Solarmodule die Stromproduktion.


Effizienz bis ins Detail

Auch im Inneren überzeugt die Anlage durch ein konsequent nachhaltiges Energiekonzept. Zum Heizen werden Holzschnitzel, ein Qualitätsbrennstoff, vorwiegend aus einheimischen Forstbetrieben im Oberwallis und kein Abfallholz verwendet. Das senkt die Emissionen deutlich. Zusätzlich filtert und wäscht die moderne Anlage das Rauchgas, bevor es in die Umwelt gelangt.


Eine moderne Rauchgasreinigung filtert und wäscht die Abgase, bevor sie in die Umwelt gelangen. Zusätzlich wird selbst die Abwärme aus dem Kamin genutzt. Sie wird in das bestehende Tieftemperaturnetz eingespeist und erlaubt es, bis zu 15 Prozent der erzeugten Wärme wiederzuverwenden.


Ein stillgelegter Stollen als clevere Verbindung ins Dorf

Damit die erneuerbare Wärme ins Dorf gelangt, wurde ein ausser Betrieb stehender Kraftwerksstollen als Trasse für die Hauptzuleitung verwendet. Aufwändige Grabungsarbeiten konnten so vermieden werden, was Zeit und Kosten sparte. Zunächst wurde der Dorfkern angeschlossen, da er am dichtesten besiedelt ist und die Wärme hier besonders effizient genutzt werden kann. Seit letztem Herbst werden schrittweise weitere Quartiere erschlossen.

Mit einheimischen Holzschnitzeln kann die Anlage seit Herbst 2025 rund 12 GWh Heizenergie im Jahr produzieren. Zusammen mit dem bestehenden Tieftemperaturnetz deckt das neue Hochtemperaturnetz etwa 40 Prozent des Wärmebedarfs der Grossverbraucher in Saas-Fee und trägt dazu bei, den Anteil an Ölheizungen im Dorf markant zu senken.


Warum ein Wärmenetz auf 1’800 Metern überzeugt

Gerade auf 1’800 Metern über Meer erweist sich ein Wärmenetz als besonders sinnvoll. Eine zentrale Wärmeerzeugungsanlage ist effizienter als viele einzelne Heizsysteme, denn Transport, Lagerung der Holzschnitzel sowie die Ascheentsorgung erfolgen gebündelt.


Als autofreie Tourismusdestination profitiert Saas‑Fee besonders von einer zentralen Wärmeversorgung. Anstatt vieler einzelner Heizungen mit entsprechendem Anlieferverkehr wird die Wärme in der zentralen Holzschnitzelverbrennungsanlage erzeugt und effizient ins Dorf verteilt. Das reduziert Transportfahrten, entlastet das Dorfzentrum und steigert die Aufenthaltsqualität für Gäste und Einheimische

«Wir schätzen die enge Zusammenarbeit mit enalpin sehr. Mit der Erweiterung unserer Wärmeversorgung leisten wir mit dem neuen Hochtemperaturnetz einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit und machen einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Gemeinde.»


Gemeindepräsident Saas-Fee

Stefan Zurbriggen


Tag der offenen Tür am Samstag, 3. Oktober 2026

Damit die neue Wärmeversorgung für die Bevölkerung erlebbar wird, lädt enalpin gemeinsam mit der Gemeinde Saas‑Fee am Samstag, 3. Oktober 2026, zum Tag der offenen Tür ein. Interessierte erhalten bei Rundgängen durch die Anlage Einblicke in Technik, Funktionsweise und Nutzen der neuen Wärmeversorgung. Ziel ist es, den Dialog mit der Öffentlichkeit zu fördern und zu zeigen, wie nachhaltige Energieversorgung im alpinen Raum konkret funktioniert.


Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ihr Ansprechpartner David Gruber

Gesamtprojektleiter Energielösungen und -konzepte


david.gruber@enalpin.ch

+41 27 945 75 77

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