Im Jahr 2015 nahm die enalpin in Saas-Fee ein erstes Wärmenetz in Betrieb und versorgt seither zahlreiche Gebäude mit erneuerbarer Energie. Dieses Tieftemperaturnetz zum Betrieb von Wärmepumpen erreichte mit 200 Erdsonden seine maximale Versorgungskapazität. Die steigende Nachfrage nach erneuerbarer Heizwärme hat uns dazu veranlasst, weitere Möglichkeiten zur zentralen Wärmeversorgung zu prüfen. Dabei entstand die Idee für ein Hochtemperaturnetz, das seine Wärme durch die Verbrennung von Holzschnitzeln gewinnt und damit Dorfteile versorgt, die bisher noch nicht erschlossen waren. Seit Herbst 2025 werden erste Liegenschaften mit Wärme aus dem neuen Hochtemperaturnetz beliefert.
Konkret decken die 2.7 GWh Wärmeenergie, die das bestehende Tieftemperaturnetz produziert, bereits 10 % des Wärmebedarfs der Grossverbraucher in der Walliser Feriendestination. Doch damit stösst das Wärmenetz, das seine Wärme aus 200 Erdsonden bezieht, an seine Grenzen. Darum soll ein neues Hochtemperaturnetz mit einer Holzschnitzel-Verbrennungsanlage das bestehende Netz ergänzen und so ab Winter 2025 fast 40 % des Wärmebedarfs in Saas-Fee decken.

«Die aktuellen klimatischen und energiepolitischen Entwicklungen haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen auf nachhaltige Wärme umsteigen möchten. Wichtig ist es dabei, dass nicht jede und jeder einzelne nach einer Lösung suchen muss. Und da bieten Wärmenetze eine effiziente Lösung für viele. Heute heizen noch fast 80 % der Saaserinnen und Saaser mit Erdöl. Den Anteil können wir bei den Grossverbrauchern mit unseren Netzen halbieren.»
Gesamtprojektleiter Energielösungen und -konzepte
David Gruber




